Dies ist mein erstes Bild, das ich im Rahmen meinem neuen Projekts „Portraits der Freiheit“ veröffentliche. Gerade jetzt, auf dem Hintergrund der Ereignisse im Iran und Minneapolis, halte ich es für wichtiger denn je, zu zeigen, dass es schon immer Menschen gegeben hat, die sich gegen das Establishment und die herrschenden Umstände aufgelehnt haben und dazu beigetragen haben, die Lebensbedingungen zu verbessern. Es soll uns daran erinnern, dass die „Freiheit einiger“ keine Freiheit ist, solange nicht die „Freiheit aller“ existiert. Es soll zeigen, dass es auch heute Menschen gibt, denen es nicht egal ist, was auf der Welt passiert, und Mut machen, den Kampf für „Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit“ fortzusetzen.

Auf diesem Bild seht ihr das Portrait von Voltairine de Cleyre und Mik.
Voltairine de Cleyre lehnte das stehende Heer mit der Begründung rigoros ab, dass dessen Existenz die Wahrscheinlichkeit eines Krieges erhöhe. In ihrem Aufsatz „ Anarchism and American Traditions“ von 1909 argumentierte sie, dass, um Frieden zu erringen, „alle friedlichen Menschen ihre Unterstützung der Armee fallen lassen sollen und von allen, die Krieg zu führen wünschen, verlangen sollen, dies auf eigene Kosten und eigenes Risiko zu tun; dass weder Sold noch Rente für die zur Verfügung stehen soll, die sich entscheiden, Menschentöten zum Geschäft zu machen.“
Mit habe ich folgende Fragen gestellt:
- Was ist deine persönliche Motivation, an diesem Projekt mitzuwirken, und welchen Bezug hast du zum Anarchismus?
Ich möchte den Anarchismus bei jeder sich bietenden Gelegenheit unterstützen und meine Meinung vertreten. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr merke ich, wie sehr ich zu einem individuellen Leben stehe, in dem jeder für sich selbst verantwortlich ist, und wie sehr ich den Kapitalismus verabscheue. Je mehr Leute mitbekommen, dass auch andere Wege möglich sind, desto besser.
- Warum hast du dich entschieden, dich mit Voltairine de Cleyre fotografieren zu lassen?
Sie repräsentiert meine Meinung perfekt. Kein Wort kann das Leben, das ich als ideal sehe, so wirklich beschreiben. Ich finde, jeder Mensch sollte für sich selbst, seine Familie und seine Freunde verantwortlich sein. Das Konzept des Homesteadings, das aktuell immer bekannter wird, finde ich großartig. Ein kleines Dorf aus Freunden, in dem jeder lernt, mit der Natur zusammenzuleben und nicht vom Kapitalismus abhängig zu sein. Wir sollten alle wie die Tiere leben, die wir eigentlich sind. Nicht als „Roboter”, die ihren Planeten zerstören und trotzdem kein Glück finden. Polizei und Zivilisation, wie wir sie kennen, dienen nur der Kontrolle und nicht der Freiheit. Das wusste Voltairine de Cleyre schon vor mehr als 100 Jahren. Es ist Zeit für Veränderung.
- Was ist dein persönlicher Wunsch für eine bessere Zukunft?
Freiheit, Eigenverantwortung, Kooperation, neue Produktionsweisen und ein gesunder Planet.








Mehr Informationen zu meinem Projekt findet Ihr hier: https://www.living-free.de/tag/portraits-of-freedom/.
Einen Artikel über Voltairine de Cleyre findet Ihr auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Voltairine_de_Cleyre